Lettland hat sich immer gegen Russifizierungsversuche gewehrt

Lettland droht Russen mit Zwangsausweisung | KurierAuf Quora wollte neulich einer wissen: „Wie wirkte sich die Anwesenheit ethnischer Russen in lettischen Städten während der Sowjetzeit auf den Gebrauch und den Erhalt der lettischen Sprache aus?“ Zum Glück konmte ich ihm antworten, denn das war ein Thema während meines Stuidums der politischen Wissenschaften vor ungefähr 60 Jahren, also mitten im Kalten Krieg, das mir sehr in Erinnerung geblieben ist.

Im Gegensatz zu einigen Minderheitensprachen in der UdSSR, die fast vollständig aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurden, wurde Lettisch nie offiziell verboten. Die sowjetische Politik schwächte jedoch seine Stellung erheblich und förderte auf seine Kosten das Russische.

Als die Sowjetunion 1940 Lettland erstmals besetzte, ersetzte die Regierung rasch unabhängige lettische Institutionen durch sowjetische, zensierte Bücher, Zeitungen und das Bildungswesen, propagierte die marxistisch-leninistische Ideologie in lettischsprachigen Publikationen und verhaftete, deportierte oder hinrichtete viele Angehörige der lettischen intellektuellen Elite. Weiterlesen →

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Jede zweite Online-Buchung scheitert an digitalen Hürden

Gastbeitrag von Christian Stephan *

Digitale Hürden bremsen die Tourismusbranche: Rund jeder zweite Konsument (52 Prozent) bricht eine Online-Buchung für eine Unterkunft, einen Flug oder eine Bahnreise ab, weil die Website, App oder digitalen Inhalte nicht verständlich oder schwer bedienbar waren. Dies ist das Ergebnis des aktuellen „Travel Check“, für den das Marktforschungsunternehmen Civey im Auftrag von Accessiway in einer repräsentativen Umfrage 2.500 Konsument:innen in Deutschland befragt hat. Das Problem betrifft demnach nicht nur ältere Nutzer:innen oder Menschen mit Behinderungen – im Gegenteil: Unter den 18- bis 29-Jährigen scheitern sogar 69 Prozent an digitalen Barrieren bei der Reisebuchung.

Für Reiseanbieter können diese Barrieren direkte wirtschaftliche Einbußen zur Folge haben: Jeder Abbruch von Buchungsvorgängen kann zu entgangenen Umsätzen und verlorenen Kund:innen führen. Zudem verpflichtet sie das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) seit Juni 2025, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Verstöße können Geldbußen bis zu 100.000 Euro sowie Einschränkungen auf dem Markt bis zum vollständigen Verbot nach sich ziehen. Weiterlesen →

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Wir bauen eine Atombombe

Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 26.9.2007

Wenn KI sich selbst hackt

Was hat eine Anleitung zum Bombenbau mit Meinungsfreiheit oder dem Recht auf Information zu tun? Nichts, meint EU-Kommissar Franco Frattini. Ich meine: eine ganze Menge!

So, Sie wollen also eine Bombe bauen? Ganz einfach: fragen Sie Google. Die größte Suchmaschine der Welt ist dabei sogar außerordentlich, ja geradezu vorauseilend behilflich: Als ich gerade den Begriff „Bombe“ eingab, schlug mir Google neben einem entsprechenden Eintrag bei Wikipedia sowie einem Beitrag in FOCUS („“Kann man tatsächlich wie Fernseh-Held MacGyver aus Klebeband, Armeemesser und einem Kaugummi eine Bombe bauen?“) gleich noch vor, stattdessen nach „bombe bauen“ zu suchen. Und da wimmelt es vor nützlichen Tipps  für Terroristen und solche, die es werden wollen. Der „kleine Hobbyforscher“ erteilt Anfängerunterricht („Wir bauen eine Atombombe“), im „Chemikalien Onlineshop“ bekommt man den Rat, Zucker und Salpeter im Verhältnis 1:1 zu mischen („hihi, schöner Rauch“). Weiterlesen →

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Mein Wort vom Sonntag: Liebe die Kinder – oder tötet sie!

Ich habe als Pfarrersohn und überzeugter Atheist den Sonntag damit zugebracht, in der Bibel zu lesen. Ich bin dabei über ein paar gruselige Stellen gestolpert – aber soll ja alles das Wort Gottes sein, wenn man bestimmte sogenannte Christen glaubt.

Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!

Psalm 137,9 Weiterlesen →

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Österreich hat schlechte Noten für Cybersicherheit

Wollen Sie zuerst die gute oder die schlechte Nachricht über Internet in Österreich? Also gut, zuerst die gute: Österreich steht an fünfter Stelle global gesehen laut einer neuen Studie von Surfshark, einer niederländischen Cybersecurity-Firma. Und jetzt die schlechte: Österreich liegt nur auf Rang 20 in Sachen Cybersicherheit, fünf Plätze schlechter als ein Jahr zuvor.  Das ist zwar immer noch höher als 83% der 121 untersuchten Nationen, aber immer noch weit hinter Deutschland, zum Beispiel, das auf Rang 10 liegt.

Der Wert für Die digitale Sicherheit gibt an, wie gut Menschen im Internet geschützt sind. Österreich ist eigentlich ganz gut gerüstet für den Kampf gegen Cyberkriminalität, da das Land Mitglied der EU ist und der Datenschutzverordnung DSGVO unterliegt. Zum Vergleich: Die USA liegen bei der KI an erster Stelle, bei der Cybersicherheit jedoch nur auf Platz 38. Dies verdeutlicht die rasante Verbreitung der KI bei gleichzeitig mangelnder Online-Sicherheit für die Nutzer, was zu einer Zunahme von Betrugsfällen führt. Ähnlich verhält es sich mit dem Vereinigten Königreich, das bei der KI den zweiten Platz einnimmt, bei der digitalen Sicherheit jedoch nur auf Platz 28 liegt. Weiterlesen →

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Das Auge der Vorsehung von KI

Meta Ray‑Ban Display: Was die neue Smart Glass wirklich kann

Sollten Smart-Brillen verboten werden? Das führt uns zu der Frage: Was sind eigentlich die Argumente für oder gegen Smart-Brillen? Modelle, die mit Kameras und KI ausgestattet sind, gehören längst nicht mehr in den Bereich der Science-Fiction. Hersteller wie Meta, Ray-Ban und andere haben sie schon seit Langem zu mehr als nur einer technischen Spielerei gemacht. Sie könnten sich zu einer neuen Form von Computer entwickeln, den wir ganz selbstverständlich in unserem Alltag nutzen werden.

Laut einer aktuellen BITKOM-Umfrage halten es 82 Prozent der Deutschen für wichtig, dass Smart-Brillen Umstehenden deutlich anzeigen, wenn sie aufzeichnen. Diese Meinung wird von fast allen Altersgruppen geteilt, wobei die Zustimmung in jeder Gruppe bei über 80 Prozent liegt – bei Männern bei 84 Prozent und bei Frauen bei 81 Prozent. Weiterlesen →

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Warum Menschen freiwillig ihre Freiheit aufgeben

Wieso sind so viele Deutsche für Verhandlungen mit Putin, obwohl der jüngste Krieg zeigt, dass er sich nicht an Verträge hält? Diese Frage auf Quora hat mich nicht losgelassen, und ich habe nach einer Antwort gesucht.

Die einfachste wäre: „Weil sie strohdumm sind“, aber das erfasst nicht die ganze Tragweite. Es gibt wohl etwas in manchen Menschen, das sie dazu bringt, gegen ihre eigenen Interessen zu entscheiden. Siehe die jüngsten Erfolge der AfD in Deutschland.

Das gehört zu den spannendsten Problemen der politischen Psychologie. Weiterlesen →

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Carthaginem esse delendam

Hannibal In The Alps Painting by Rb Davis - Metal Posters

Ich lese erade ein spannendes Buch über die Punischen Kriege und darüber, wie die karthagische Aristokratie, einschließlich Hannibals Familie, mit benachbarten Kulturen und Völkern umgingen. Einfache Antwort: Mit Feuer und Schwert, im allgemeinen! Die Familie Barca war jedoch im Gegensatz zu Rom auch dafür bekannt, durch Diplomatie, den Aufbau von Bündnissen und kulturelle Anpassung Beziehungen zu benachbarten Stämmen zu knüpfen. Anstatt die lokalen Völker einfach zu unterwerfen, versuchten sie oft, sie in ihren wachsenden Einflussbereich einzubinden.

Die Machtbasis der Barciden lag auf der Iberischen Halbinsel, wo sie mit zahlreichen Stämmen in Kontakt standen, darunter die Turdetani, Edetani, Contestani, Carpetani und Keltiberer. Weiterlesen →

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Erschießen vor laufender Kamera? Lieber nicht!

 

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat angekündigt, die geplante Hinrichtung von Nidal Malik Hasan, einem ehemaligen Militärpsychiater, der im November 2009 auf dem US-Armeestützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen erschossen hat, als  Livestream zu übertragen.

Sollte dies geschehen, wäre es das erste bekannte Mal, dass US-Behörden Live-Aufnahmen einer Hinrichtung an die Öffentlichkeit übertragen. Es wäre zudem die erste öffentliche Hinrichtung in den USA seit Jahrzehnten, die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit 1961 und die erste militärische Hinrichtung durch ein Exekutionskommando seit dem Zweiten Weltkrieg, so das Death Penalty Information Center. Weiterlesen →

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Eine Niederlage an der Wahlurne ist noch keine Niederlage für Trump

Was passiert, wenn Trump und die Republikaner die Wahl am 3. November haushoch verlieren, wonach es aussieht? Die Antwort: gar nichts!

Man darf nicht vergessen, dass der Sprecher des Repräsentantenhauses große Macht in Verfahrensfragen besitzt. Mike Johnson könnte sich zum Beispiel weigern, neugewählte demokratische Abgeordnete zu vereidigen.

Die Geschäftsordnung des Repräsentantenhauses sieht ausdrücklich vor, dass ein gewählter Abgeordneter, dessen Recht auf Ablegung des Eides angefochten wurde, aufgefordert werden kann, sein Amt vorübergehend niederzulegen.

Und das ist nicht nur Theorie. Weiterlesen →

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