Silver Surfer holen auf!

Generation Silver Surfer: Drei Viertel der Seniorinnen und Senioren sind online | Presseinformation | Bitkom e. V.

Gastbeitrag von BITKOM

Drei Viertel aller Seniorinnen und Senioren sind online. Sie sind weit überwiegend aufgeschlossen gegenüber neuen digitalen Technologien, fordern sogar mehr Tempo bei der Digitalisierung. Gleichzeitig schätzen sie die eigene Digitalkompetenz nur als mittelmäßig ein. Fast alle wünschen sich Unterstützungsangebote, um digitale Fähigkeiten zu erlernen und auszubauen. Das sind Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 1.004 Personen ab 65 Jahren in Deutschland repräsentativ befragt wurden. Während vor fünf Jahren erst knapp die Hälfte (48 Prozent) der Seniorinnen und Senioren in Deutschland online waren, nutzen inzwischen rund drei Viertel (74 Prozent) der Deutschen ab 65 Jahren das Internet. Senioren (78 Prozent) sind eher online als Seniorinnen (70 Prozent).

Mit zunehmendem Alter sinkt dabei erwartungsgemäß der Anteil der Internetnutzerinnen und Internetnutzer: Während von den 65- bis 69-Jährigen mit 98 Prozent fast alle online sind, nutzen unter den 70- bis 74-Jährigen 85 Prozent das Internet und unter den 75- bis 79-Jährigen noch rund zwei Drittel (64 Prozent). Unter den Ältesten ab 80 Jahren ist nur knapp die Hälfte (49 Prozent) online.

Insgesamt 74 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer ab 65 Jahren können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. 91 Prozent finden im Internet Freizeitaktivitäten, 78 Prozent nutzen das Netz, um gedanklich fit zu bleiben. 72 Prozent haben dank des Internets mehr Kontakt zu Freunden und Familie. „Deutschlands Seniorinnen und Senioren sind viel digitaler als gedacht. Sie erkennen die Chancen, wünschen sich mehr und schnelleren Fortschritt – und wollen dabei mitgenommen werden“, so Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Weiterlesen

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Soldaten im Mittelpunkt der Digitalisierung

Gastbeitrag von Fabian Kretschmer*

Zu digitalisieren gibt es bei der Bundeswehr fraglos genug, denn allzu oft bremsen ineffiziente Prozesse in der Verwaltung die Truppe noch aus. In Friedenszeiten ist das bestenfalls nervig, doch im Bündnis- oder Verteidigungsfall können Papierformulare, manuelle Datenübertragungen sowie komplizierte Abläufe und Systeme die Streitkräfte erheblich schwächen. Zum Beispiel weil Informationen nicht rechtzeitig da ankommen, wo sie benötigt werden, oder weil der Nachschub an die Front plötzlich stockt. Ohne Mampf kein Kampf, wie man in Kommiss-Kreisen zu sagen pflegt.

Leider erfolgt die Digitalisierung bislang häufig an den Bedürfnissen der Kameradinnen und Kameraden vorbei beziehungsweise haben sich deren Bedürfnisse zwischen Anforderungserhebung und der Umsetzung, die gerne mal einige Jahre dauern kann, signifikant verändert. Viele Tools und Formulare sind zudem wenig benutzerfreundlich – also nicht einheitlich aufgebaut sowie äußerst komplex, weil jeder Einzelfall abgedeckt werden muss und daher auch irrelevante Informationen abgefragt werden. Das muss sich in diesem Jahr definitiv ändern. Weiterlesen

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Pyramus und Thisbe im Internet-Zeitalter

Dieser Beitrag  erschien erstmals am 10. März, 2009

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Das allererste Tweet-Gerät

Ich habe in den letzten Tagen die Geschichte schon so oft erzählen müssen, dass ich sie jetzt aufschreiben sollte. Denn ich muss mich an dieser Stelle – in aller Bescheidenheit – endlich mal als den eigentlichen Erfinder von Kurznachrichten wie Facebook, WhatsApp oder Twitter outen. Das heißt, nicht von Twitter, wohl aber des „Tweets“, jener angeblich neuen Ausdrucksform, die in ihrer Verkürzung einen ganz eigenen poetischen Charme und für viele Millionen Menschen offenbar unwiderstehlichen Charme versprüht. Ja, ich war derjenige, der diese schnell aus der Hüfte geschossene Art der Kurzkommunikation mittels eines eigentlich dafür nicht vorgesehenen Mediums. Nur dass meine Erfindung nie zu einer solchen Beliebtheit gelangte, sondern sozusagen in der Familie blieb. Und das kam so:

1984 hatte ich mein Redaktionsbüro noch in Fellbach, einem verschlafenen Vorort der etwas weniger verschlafenen Großstadt Stuttgart. Dort arbeitete im Büro der Österreichwerbung eine gewisse junge Dame mit langen roten Haaren, die für die Journalistenbetreuung zuständig war. Und mit der Zeit gewöhnte ich mich so sehr daran, dass in mir der Wunsch entstand, doch bitteschön den Rest meines Lebens so betreut zu werden. Ich machte ihr also einen Heiratsantrag, sie nahm an, wir verlebten wunderbar verliebte Wochen und Monate, bis es endlich so weit war. Weiterlesen

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Ein letztes Mal ein gutes Neues Jahr

Nordkorea-Bedrohung: Hawaii rüstet sich für Atomangriff | STERN.de

Was machen wir, wenn Amerika Grönland angreift. Bundeswehrsoldaten auf den Gletschern stationieren? Oder besser die Amis schalten und walten lassen, wie es Donald Trump gefällt?

Ich weiß es, ehrlich gesagt, nicht. Es herrscht einmal wieder das Gesetz des Stärkeren in der internationalen Politik. Russland, China und die USA finden das toll, Europa stellt sich als einziger Block von Bedeutung dem entgegen.

Folgende Scanarien sind denkbar. Weiterlesen

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Meine Mail-Adresse ist ein Teil von mir!

E-Mail – WikipediaKennen Sie Kim Schmitz? Ich schon. Das heißt, ich kannte ihn. Inzwischen gibt es ihn ja gar nicht mehr. Er hat sich in „Kim Dotcom“ umbenennen lassen. Jedenfalls ist das der Name, der auf dem Klingelschild seiner neuseeländischen Villa stand, als jetzt die Polizei mit zwei Hubschraubern anrückte, um ihn wegen massenweise Raubkopierens auf seiner inzwischen stillgelegten Plattform Megaupload zu verhaften.

Es ist weit gekommen mit dem guten Kim. Damals, als ich ihn zum ersten Mal sah, standen wir beide am Stachus vor dem Landgericht München, wo er gerade wegen Betrugs, Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Missbrauchs von Titeln zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das war eine coole Geschichte damals, 1998, und Kim sah auch danach noch cool aus mit seiner randlosen Brille und seinem pausbackigen Jungengesicht. Er schwadronierte ein bisschen rum, kündigte an, in die Berufung gehen zu wollen und verschwand dann Richtung U-Bahn.

Was mich eigentlich viel mehr beschäftigt als seine buntschillernde Karriere als einer der größten Internet-Gauner ist sein angenommener Nachname. Das ist nämlich megacool: Kim Dotcom. Darauf musst du erst mal kommen. Weiterlesen

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Orwell lässt Grüssen

Dieser Beitrag erschien am 18.9.2008

Die Gedanken waren mal frei

George Orwell verdanken wir den Begriff der „Ge­danken­polizei“. Nur, dass seine verdeckt arbeitenden Psycho-Büttel im Roman 1984 auf Dinge wie angewandte Psychologie bei Befragungen und natür­lich auf allgegenwärtige Überwachung angewiesen waren, um die Mitglieder der Gesellschaft zu finden, die dazu fähig sind, Kritik an der offiziellen Doktrin zu üben. In Zukunft werden sie es wesent­lich leichter haben. Ein „brain scan“ genügt bereits heute, um einen Tat­verdächtigen rechts­kräftig wegen Mordes zu verurteilen, wie das Bei­spiel eines Gerichts im indischen Bundesstaat Maharashtra beweist.

Der Fall lässt zumindest mir die Nackenhaare zu Berge stehen: Eine gewisse Aditi Sharma stand unter dem Verdacht, ihren Verlobten, Udit Bharati, in einem McDonald’s-Restaurant in Pune vergiftet zu haben. Die 24 Jahre alte Sharma erklärte sich damit einverstanden, sich einem Test namens „Brain Electrical Oscillations Signature“ (BEOS) zu unterziehen, das vom indischen Neuroforscher Cham­padi Raman Mukundan, einem früheren Mitarbeiter des National Institute of Mental Health and Neuro Sciences in Bangalore, ent­wickelt wurde. Weiterlesen

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Die Ente Daisy

Dieser Beitrag erschien am 4.8.1996

Die Ente Daisy

Eine Handvoll Federn genügt

Die zwischenmenschliche Begegnung per Computer und Internet kann ebenso befriedigend und lohnenswert sein wie die Begegnung auf der Straße, im Café oder im Büro – geschweige denn über das Telefon, bei dem wir uns nicht sehen, dennoch aber glauben, eine unmittelbare und intensive Kommunikation betreiben zu können. Wer das nicht glaubt, der muss sich nur in den Chat-Foren, den Diskussionsgruppen oder  den Online-Communities im Internet umsehen und erleben, was dort abgeht.

Ein Beispiel aus der Praxis kann das verdeutlichen: Beim Hochwasser der Isar im Frühjahr 1995 brachte unsere damals zehnjährige Tochter eines Tages ein winziges Entenküken mit nach Hause. Das Tier war offenbar von den Wassermassen fortgeschwemmt worden. Jedenfalls war es, als es gefunden wurde, bereits unterkühlt und entkräftet.

Unsere Tochter schaute mich mit großen Kinderaugen an und sagte: „Papi, was machen wir damit?“ Als begeisterter Hobbykoch hätte ich ihr zwar ein paar Rezepte für Enten sagen können, nicht aber, wie man eine wenige Tage alte Ente füttert oder großzieht. In unserer Not beschlossen wir, gemeinsam ins Internet zu gehen und Hilfe zu holen. Schließlich soll es ja Online-Foren zu jedem erdenklichen Thema der Welt geben, warum also nicht auch zu diesem? Weiterlesen

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Wer hat Santa gestohlen?

Coca-Cola“-Werbung mit Weihnachtsmann, 40er Jahre. Vorherige Genehmigung zur Nutzung mit Coca-Cola erforderlich.

Und was hat Coca-Cola damit zu tun? Eine ganze Menge, wie wir sehen werden.

Am Ende des ersten Milleniums war der Heilige Nikolas bereits eine etablierte Figur im kanonischen Kalender. Pilger suchten sein Grab in Myra auf, einer Stadt in Anatolien etwa 100 km südwestlich von Antalya. Heute heisst sie Demre.

Myra ist nach Myrrhe benannt, ein aromatischer Harz des Myrrhenbaums (Commiphora myrrha), ein uraltes Heilmittel mit adstringierenden, entzündungshemmenden und desinfizierenden Eigenschaften, bekannt aus der Bibel (Geschenk der Heiligen Drei Könige) und heute für Mund- und Rachenentzündungen, Darmbeschwerden, Hautprobleme und als Räucherwerk genutzt, oft in Kombination mit Kamille und Kaffeekohle. Weiterlesen

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Why We Must Boycott the 2026 FIFA World Cup in the USA!

It's Time To Boycott The World Cup - Boycott USA 2026Gastbeitrag von Liz Cheney und Adam Kinzinger*

As the world prepares for the 2026 FIFA World Cup, co-hosted by the USA, Canada, and Mexico, it is crucial to consider the implications of supporting an event held in a country under the leadership of Donald Trump. The administration’s policies and actions have raised significant concerns about the safety and well-being of participants and attendees, making a boycott a necessary and powerful statement against fascism.

The Trump administration’s harsh immigration policies and discriminatory practices pose a real threat to the safety of players, their families, and fans attending the World Cup. Long visa appointment wait times and stringent regulations could prevent many soccer enthusiasts from entering the USA, particularly those from Central and South American countries . The administration’s history of detaining and deporting individuals without due process raises serious concerns about the treatment of visitors during the event.

Boycotting the 2026 FIFA World Cup matches in the USA is not just about protesting the Trump administration’s policies; it is about standing in solidarity with those affected by its oppressive actions. By refusing to participate in or attend matches held in the USA, we send a clear message that we will not support a regime that promotes division, discrimination, and human rights violations. This boycott can also serve as a catalyst for broader international pressure on the Trump administration to change its policies and respect the rights of all individuals.

A boycott of the 2026 FIFA World Cup matches in the USA has the potential to bring about significant change. By uniting in our refusal to support the event, we can demonstrate the power of collective action and send a strong message to the international community. This boycott can also serve as a reminder that sporting events should not be used as tools to legitimize oppressive regimes or distract from their abuses.


* Die republikanischen Abgeordneten Liz Cheney und Adam Kinzinger waren die einzigen Republikaner, die im Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 mitgewirkt haben. Am 4. Februar 2022 tadelte ein Parteitag der US-Republikaner die beiden formell dafür. Seitdem gelten Sie als die beiden größten Widersacher von Donald Trump in der Republikanischen Partei.
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Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist die E-Mail!

Punkt Punkt Komma Strich – fertig ist das Angesicht | Gelarie

Vor einiger Zeit flatterte mir per E-Mail eine Pressemitteilung des E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) am Institut für Handelsforschung in Köln ins Haus mit der Betreffzeile: „Wie gut sind Ihre E-Mails wirklich?“ Es ging um eine Meinungsumfrage zum Thema Schreibstil im elektronischen Geschäftsverkehr. Demnach ist es mehr als 8 von 10 Menschen in Deutschland wichtig, dass Mails von Firmen keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler aufweisen. Ebenso viele Befragte erwarten eine höfliche Antwort mit Formeln wie „sehr geehrter Kunde“ und „mit freundlichen Grüßen“. 85 Prozent gehen dafür angeblich selbst mit einer höflich verfassten Anfrage in Vorleistung.

Wenn das stimmt, dann bekomme ich nur Mails von den übrigen 15 Prozent: Mails, die vor Dreckfuhlern strotzen oder nur aus unvollständigen Satzfetzen bestehen. Und dass Leute wie mein Freund Michael, der ein gestandener PR-Profi ist, inzwischen auch Großschreibung und Grammatik im Internet zum Auslaufmodell erklärt hat, treibt mich manchmal an den Rand der Verzweiflung. Neulich bekam ich folgende Mail von ihm: „fyi: brauch txt asap“. Um zum Sinngehalt dieses Satzes („zu deiner Information: Ich brauche den Text so bald wie möglich“) vorzustoßen, bedarf es der Fähigkeit eines erfahrenen Hieroglyphenlesers. Weiterlesen

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